Talavera ist ein Begriff der verwendet wird, um die Produktion des Porzellans und die Töpferei zu beschreiben, die im spanischen Dorf Talavera de la Reina gemacht wird, dessen Handwerker im Laufe der Jahrhunderte enorme Beiträge zum Wissen der Welt über feine Keramiken geleistet haben.

Talavera Keramik selbst ist eine Form der Majolica, die sich auf alle Arten von handgefertigten emaillierten Steinguten beziehen. Es wurde zuerst im alten Mesopotamien und Ägypten entwickelt und wurde in China weiter verfeinert, wo es sehr populär wurde. Das Handwerk stammt aus dem dreizehnten Jahrhundert, wo seine Entwicklung stark durch die maurische Herrschaft beeinflusst wurde.


Innerhalb Mexikos stammt dieser Stil aus dem 16. Jahrhundert - der Kolonialzeit. Es wurde zum ersten Mal nach Mexiko von spanischen Gildenhandwerkern eingeführt. So reflektiert das mexikanische Talavera heute das vielfältige kulturelle Erbe - vom Orient, der italienischen Renaissance, den Mauren, Spanien und den indigenen Völkern Mexikos - und macht sie deshalb so besonders.

Bei der Herstellung von Talavera werden zwei Arten von Ton vermischt und in Wasser eingeweicht, um ihre Qualität und Formbarkeit zu verbessern. Der Töpfer entwässert dann das Wasser und filtert die vereinigten Tone, um alle Verunreinigungen zu entfernen, was zu einem Verlust von fast fünfzig Prozent (50%) des ursprünglichen Volumens führt. Der Töpfer bearbeitet dann den Ton, indem er mit seinen Füßen darauf tritt, um alle Luftblasen zu entfernen und dem Ton eine bessere Gleichmäßigkeit und Konsistenz zu verleihen. Er produziert dann verschiedene Stücke auf einer Töpferscheibe oder in Formen und lässt sie für acht bis zwölf Wochen trocknen. Die Stücke werden dann in einem Ofen bei 850 Grad Celsius gebacken, der den grau gefärbten Ton in die bekannte, aus Ziegeln gefärbte Keramik verwandelt. Dann werden die Stücke in eine Steingutglasur getaucht, die letztlich ihnen ihre charakteristische Brillanz und Farbe gibt. Jedes Stück wird dann mit Farben aus Mineralpigmenten Hand verziert. Danach werden die Stücke nochmals im Ofen für viele Stunden gebrannt, diesmal bei 1050 Grad Celsius, was dann zu diesen wunderschönen Kunstwerken führt.