Sind Wandteller altmodisch?

An der Wand hängende Teller sind auffällige Dekorationen. Ist der Designklassiker immer noch altmodisch und kitschig?

Diese Frage habe ich mir vor einigen Monaten mal wieder gestellt. Denn früher fand ich Wandteller ziemlich altmodisch und kitschig. Heute bin ich da schon anderer Meinung, aber es kommt auf ein paar Faktoren an: das Material und die Beschaffenheit, die Farben und das Muster, der verfügbare Platz und die emotionale Bindung zu dem Teller.

Ich kann mich entsinnen, dass meine Großeltern gerne ihre Wand mit allem möglichen beschmückt haben. Auch meine Mama hat noch den ein oder anderen Wandteller im Haus. Beispiel: ein Zinnteller mit einem Bildnis eines Kinderzimmers und meinen Geburtsdaten. "Ja", das darf an die Wand, aber es hängt in einem Nebenzimmer. Da passt es auch besser hin. ;)

Nun gut - Teller aus Porzellan, Glas oder Keramik sind da schon etwas anders. Sie sind zumindest farbenfroher. Aber auch hier muss man sehr aufpassen! Nicht jeder Teller eignet sich für jede Wand. Und nicht jede Wand eignet sich für einen Wandteller.

Gerade mexikanische Häuser konnten mich umstimmen, weshalb ich heute auch sagen kann, "nein", Wandteller sind ganz und gar nicht altmodisch und kitschig. Wenn man ein paar Dinge beachtet, sind Wandteller sogar eine absolute Deko-Alternative und peppen Räume auf.

Meine Empfehlungen:

1. Wandteller brauchen Platz und Freiraum


2. Wandteller sollten vorzugsweise nur an einfarbigen Wänden hängen


3. Eine kräftige Wandfarbe kann für mehr Spannung und guten Kontrast in Kombination mit dem oder den Teller(n) sorgen

4. Wandteller können sogar ein zentraler Blickfang sein, wenn sie intelligent mit Strahlern angeleuchtet werden

5. Eine geschickte Kombination mehrerer Wandteller kann die Wand sogar noch interessanter machen

6. Die Motive der Wandteller sollten auch zur Stilrichtung des Raumes passen

7. Sobald es dennoch kitschig wirkt (liegt natürlich im Auge des Betrachters), dann besser im Nebenraum aufhängen ;)